Presse
22.09.2017, 07:08 Uhr | Dewezet 22.09.2017
Stadt soll Kosten für Dienstuniform übernehmen
CDU/FDP/DU-Gruppensprecher Gottschalk betont: „Das sollten uns die Feuerwehrkameraden wert sein“

HESSISCH OLDENDORF. Einen Vorstoß beim Thema Grundausstattung der Feuerwehr wagt die Gruppe CDU/FDP/ Die Unabhängigen. Ihre Forderung lautet: Künftig soll die Stadt die kompletten Kosten für die Bekleidung der Feuerwehrleute übernehmen. Das ist bislang nur zum Teil der Fall.

CDU fordert freie Dienstkleidung für Freiwillige Feuerwehren in Hessisch Oldendorf.

Es sei selbstverständlich, dass die Schutzausrüstung für Brand- und Katastrophenfälle den Feuerwehrleuten kostenlos zur Verfügung gestellt wird, heißt es in dem Antrag der Gruppe. Doch die aktiven Feuerwehrkameraden verrichten ihren Dienst nicht nur in Schutzkleidung. Für die Ausbildung, für Aktivitäten im sozialen und kulturellen Umfeld ihrer Heimatgemeinde und zu öffentlichen Anlässen sei häufig ein uniformiertes Auftreten notwendig und das geschieht in der Dienstkleidung.

Selbstverständlich wird die für den Einsatzfall benötigte persönliche Ausrüstung vollständig aus der Stadtkasse gezahlt. Anders verhält es sich dagegen bei der Dienstbekleidung. Hier wird lediglich die „Jacke aus dunkelblauem Tuch“, genannt Dienstrock, den Brandschützern kostenfrei zur Verfügung gestellt. Alle anderen Teile der Pflicht-Dienstbekleidung haben die aktiven Brandschützer aus eigener Tasche zu zahlen. Dazu zählen Feuerwehrmütze, Hemd, Hose und Krawatte. Hinzu kommen bedarfsweise noch Pullover/Strickjacke, Poloshirt und gegebenenfalls eine Fleecejacke. Das will die Gruppe künftig geändert wissen. Dazu Karlheinz Gottschalk, Fraktionsvorsitzender der CDU und Gruppen-Sprecher: „Insbesondere im Rahmen der Nachwuchsförderung ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Mitglied der Jugendfeuerwehr mit Übernahme in die aktive Wehr tief in die Tasche greifen muss, um sich seine Dienstbekleidung kaufen zu können. Wir alle sprechen permanent darüber, wie wichtig uns die Freiwilligen Feuerwehren sind, dann sollte uns die hohe Motivation der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden auch etwas wert sein.“

Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hat die Gruppe CDU/FDP/DU einen Änderungs- und Erweiterungsantrag eingebracht, der den Antrag der SPD/Grünen- Gruppe zur Umwidmung von 100  000 Euro (die Summe ist ursprünglich für die Wohnungswirtschaft vorgesehen) ergänzt. Man begrüße den Antrag der SPD/Grünen-Gruppe und werde ihn auch unterstützen, betont CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Ratsherr Thomas Figge. „Allerdings sollte hier mit der Feuerwehr die Priorisierung nach Dringlichkeit und Notwendigkeit abgestimmt werden und auch eine Prüfung auf Finanzierung der kompletten Dienstbekleidung durch die Verwaltung vorgenommen werden.“ Falls es haushaltsrechtlich nicht darstellbar sei, die Dienstbekleidung aus den umgewidmeten 100  000 Euro zu finanzieren, sollte das im Haushalt 2018 berücksichtigt werden. red