Pressearchiv
23.11.2016, 08:36 Uhr | Dewezet -- Von Stefan Bohrer
Knappe Entscheidung
Friedrich Koch als Ortsbürgermeister bestätigt

BENSEN. Knapp, sehr knapp wird Ortsbürgermeister Friedrich Koch (CDU) in seinem Amt bestätigt. Eine einzige Stimme ist das Zünglein an der Waage zu Kochs Gunsten. Gegenkandidat Norbert Beine (SPD) hat das Nachsehen. Dabei seien jetzt eigentlich die Sozialdemokraten am Ruder, führt Holger Beißner im Vorfeld bei der Ortsratsitzung im Dorfgemeinschaftshaus aus. In den Sünteldörfern herrsche grundsätzlich Ausgeglichenheit, was die Stimmen für CDU und SPD betreffe, sagte Beißner. Vor fünf Jahren erreichte die SPD bei der Kommunalwahl zwei Stimmen weniger als die Christdemokraten. Damals einigte man sich, dass die Sozialdemokraten den Kandidaten der CDU mit stützen.

Bei der diesjährigen Kommunalwahl konnte die SPD dagegen kräftig zulegen und sogar die CDU überrunden. „Also müssten wir rein rechnerisch auch den Ortsbürgermeister stellen“, führt Beißner aus. Doch darauf wollen sich die Christdemokraten nicht einlassen. So bleibt Koch im Amt. Wesentlich ausgeglichener fällt das Ergebnis für seine Stellvertreterin aus. Waltraud Brümmer (Bündnis 90/Die Grünen) verbucht von den elf Wahlberechtigten acht Stimmen für sich. Einig ist sich der Ortsrat trotzdem: „Wir ziehen auch weiterhin parteiübergreifend an einem Strang – im dicht an und vor allem mit den Bewohnern der Sünteldörfer!“ Das bescheinigt dem Ortsrat auch Bürgermeister Harald Krüger.

„Die Übernahme von Verantwortung zeigt, wie nahe jeder einzelne im Ortsrat am Wunsch und Willen des Bürgers ist“, betont Krüger. „Wenn wir keine politischen Vertreter für die Bürger finden würden, bedeutet das ein Ende der Demokratie“, so Krüger weiter mit markigen Worten. Generell sei Kommunalpolitik mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. „Die Menschen blicken auf die Politiker, wie die miteinander umgehen“, ergänzt der Bürgermeister und fordert ein hohes Maß an Empathie untereinander. „Streit gehört zur Politik untrennbar dazu, aber bitte immer mit Wertschätzung. Das sollte oberstes Gebot sein!“